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Kapitel 15 – Zwischen Leben und Dunkelheit😥

  Kapitel 15 – Zwischen Leben und Dunkelheit

  Der Weg zum Krankenhaus fühlte sich an wie eine endlose, grausame Folter.

  Niemand sprach.

  Niemand weinte mehr h?rbar.

  Es gab nur Atmen, Zittern, unterdrückte Schluchzer – und das Dr?hnen der Stra?e, das viel zu laut war für vier Menschen, die so viel Angst hatten.

  Als sie endlich ankamen, stürmten Jonathan, Chen, Kathie und Akira durch die Eingangshalle wie Menschen, die vor etwas Unsichtbarem flohen.

  Jaydens Mutter und Vater warteten dort.

  Blass.

  Zerbrochen.

  Mit Augen, die viel zu viele Tr?nen gesehen hatten.

  ?Wo ist er!?“ rief Jonathan, seine Stimme zerrissen.

  Jaydens Mutter zog ihn sofort in eine Umarmung.

  ?Er liegt auf der Intensivstation… sie wissen noch nicht, ob er aufwacht… er hat eine schwere Kopfverletzung…“

  Jonathan wankte.

  Chen reagierte sofort und fing ihn auf.

  Jaydens Vater legte Chen eine schwere Hand auf die Schulter.

  ?Ein Spazierg?nger hat ihn gefunden.

  Er lag im Park… bewusstlos… nach einem Schlag auf den Hinterkopf.“

  Akira stand im Hintergrund.

  Klein.

  Zitternd.

  Wie ein Kind, das pl?tzlich den Boden unter den Fü?en verloren hatte.

  Als sie das Zimmer betraten, blieben alle stehen.

  Jayden lag dort.

  Reglos.

  Blass.

  An Maschinen angeschlossen.

  Nur seine Brust hob sich leicht – kaum sichtbar.

  Ein Verband zog sich über seinen Hinterkopf.

  Eine feine, getrocknete Blutspur verlief über seine Wange.

  Jonathan brach als Erster.

  Er fiel auf die Knie, nahm Jaydens Hand und presste sie an seine Stirn.

  ?Jay… bitte… h?rst du mich?“

  Seine Stimme überschlug sich.

  ?Tu mir das nicht an… du bist mein Bruder… mein Ein und Alles… ich kann ohne dich nicht…“

  Kathie weinte am Fu?ende des Bettes, die H?nde vor den Mund gepresst.

  Chen stand zun?chst reglos da – als h?tte jemand seine Seele festgenagelt.

  Dann trat er langsam n?her.

  Er nahm Jaydens Hand und drückte sie gegen seine Stirn.

  Und seine Fassade zerbrach.

  ?Warum du…?“ flüsterte er.

  ?Immer du…“

  Seine Stimme vibrierte.

  ?Ich wollte dich beschützen.

  Ich… war nicht da.“

  Er schluckte schwer.

  ?Ich brauche dich. Mehr als ich je zugeben wollte.“

  Seine Finger zitterten.

  Akira stand noch immer in der Tür.

  Mit glasigen Augen.

  Langsam ging er zum Bett.

  Jaydens Mutter sah ihn – und erstarrte.

  ?…Akira?“

  Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

  Chen sah verwirrt zu ihr.

  ?Sie… kennen ihn?“

  Jaydens Mutter nickte langsam.

  This content has been misappropriated from Royal Road; report any instances of this story if found elsewhere.

  ?Ja.

  Akira hat Monate bei uns gelebt, als er fünf war.

  Seine Eltern mussten damals nach China zurück.

  Wir haben auf ihn aufgepasst.“

  Sie sah zu Jayden.

  ?Jayden hat ihn wie einen kleinen Bruder geliebt.“

  Akira sank pl?tzlich auf die Knie.

  Als h?tten seine Beine nachgegeben.

  ?Ich… wusste es nicht“, stammelte er.

  ?Ich wusste nicht, dass er… DIESER Jayden war…

  Euer Jayden… mein Jayden von damals…“

  Er presste die H?nde vor sein Gesicht.

  Dann brachen alle D?mme.

  ?Ich bin ein Monster… ich habe ihn verletzt… den einzigen Menschen, der mich jemals wie Familie behandelt hat…“

  Seine Worte zerbrachen im Schluchzen.

  ?Ich… ich…“

  Er bekam kaum noch Luft.

  Jaydens Mutter kniete sich zu ihm und legte ihm eine Hand auf den Rücken.

  Auch ihre Stimme zitterte.

  ?Akira… damals warst du wie ein Sohn für uns.

  Du hast Jayden verg?ttert.

  Und jetzt liegt er hier… wegen all dem Schmerz.“

  Akira schluchzte laut.

  Jonathan sah ihn an – wütend, verletzt, aber auch verwirrt.

  ?Warum hast du das getan?

  Warum ihm?“

  Akira konnte nicht antworten.

  Er zerfiel.

  Noch nie hatte jemand im Raum so gebrochen ausgesehen.

  Pl?tzlich klingelte das Handy von Jaydens Vater.

  Er ging nach drau?en.

  Nur wenige Sekunden sp?ter h?rten sie seine Stimme im Flur.

  ?WAS!? … WANN!? … SIND SIE SICH SICHER!?“

  Im Zimmer erstarrte alles.

  Jaydens Vater kam zurück.

  Sein Gesicht war bleich, als h?tte er gerade etwas Furchtbares gesehen.

  ?Es… es gab einen Vorfall.“

  Jonathan richtete sich auf.

  ?Was für einen Vorfall!?“

  Der Vater musste sich am Türrahmen abstützen.

  ?Die Polizei hat jemanden festgenommen.

  Der Verd?chtige hat zugegeben, Jayden angegriffen zu haben.“

  Chen trat einen Schritt n?her.

  Seine H?nde ballten sich.

  ?Wer?“

  Der Vater schluckte schwer.

  Dann sagte er es.

  ?Es war kein Student.

  Niemand vom Campus.

  Es war jemand aus Jaydens Kindheit.

  Jemand, der ihn… schon damals… nicht mochte.“

  Kathie hielt den Atem an.

  Jonathan flüsterte fassungslos:

  ?Aber… warum jetzt?

  Warum wieder?“

  Jaydens Mutter brach schlie?lich zusammen.

  Sie stützte sich gegen die Wand, w?hrend Tr?nen unaufhaltsam über ihr Gesicht liefen.

  ?Warum muss er immer leiden?

  Warum unser Jayden?“

  Und dann brachen sie alle.

  Jonathan – laut, verzweifelt.

  Chen – still, mit Tr?nen, die er sonst nie zeigte.

  Kathie – hilflos, weinend.

  Akira – am Boden, zitternd, bettelnd.

  Jaydens Eltern – gebrochen.

  Und Jayden lag reglos da.

  Zwischen Leben und Dunkelheit.

  W?hrend jeder im Raum flehte, betete und hoffte –

  dass er den Weg zurück zu ihnen finden würde.

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