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5. Emmanline

  Kaum zu fassen, in welcher drückenden Situation sie sich gerade bemerkbar macht. Emmanline würde sich gerne heimlich davonstehlen, aber bei zwei solch m?chtigen Mythenwesen, würde es sofort auffallen. Sie würde nicht weit kommen. Zumal was sie da h?rte, h?rte sich fürchterlich an. Der Drache hatte schon zu einem kleinen Teil Recht, dass sie Schuld daran hatte. Er mochte diesen Engel zwar bestohlen haben, aber sie hatte das himmlische Gesch?pf freigelassen. Damit hatte sie durchaus etwas Zerst?rerisches ins Rollen gebracht. Eigentlich sollte ihr alles egal sein, aber Jesaja hatte ein Recht auf ihr Eigentum, aber durch den hitzigen Schlagabtausch, wurde Emmanline einiges bewusst. Sie war die Ursache eines schrecklichen bevorstehenden Krieges. War sie nur angerichtet?

  ?Komm her, Liebes“, streckte der Engel ihre Hand zu ihr aus und ihre ganze Erscheinung war wie ausgewechselt. Sie wirkte nicht mehr eiskalt und voller Bosheit. Sollte sie nach ihrer Hand greifen? Emmanline hatte nun die Macht und die frostige Emotion von ihr zu sehen bekommen. Ihr war ein eiskalter Schauer über ihren Rücken gelaufen, was ihr Herz in Panik versetzte und hoffte nicht, sie m?ge zwischen ihren Fronten geraten. Dabei hatte ihre Mutter stets davor gewarnt. Ihr Verstand hat nicht richtig funktioniert. Wie sollte sie nur aus diesem Umstand herauskommen? Nach kurzer überlegen ging sie zu der blondhaarigen Frau hin.

  ?Wage es ja nicht“, leckte der Drache wütend seine Rei?z?hne. Sie blieb wie erstarrt stehen und erweiterte seinen Blick. Wieso blieb sie nach seinem Befehl stehen? Dieser anklagende Ausdruck von ihm, waren wie kleine Feuerzungen auf ihrer Haut.

  Jesaja schnalzt missbilligend mit ihrer Zunge. ?Keine Sorge, h?re nicht auf ihn. Ich verspreche dir, er wird dich nicht anrühren. Du kannst mit mir kommen und w?rst somit in Sicherheit“, kamen sie die letzten Schritte auf sie zu. Konnte sie den Worten eines Engels Glauben schenken? Eigentlich wollte Emmanline nie wieder abh?ngig von jemandem sein. Doch je weiter das ging, umso mehr wurde ihr die Freiheit wieder abgenommen.

  ?W...wieso lasst ihr mich nicht einfach gehen?“, fragte Emmanline einfach direkt. Jesaja blieb ruckartig stehen und lie? ihren Arm wieder sinken. War es denn verkehrt, dass sie sich das wünschte? Da kam ihre Erkenntnis. Natürlich war es ihre Andersartigkeit. Darauf h?tten sie auch früher kommen k?nnen. Deshalb wich Emmanline vor beiden zurück.

  ?Nein“, meldete sich der Drache als Erstes auf ihre Frage hin. ?Ich werde dich nicht eher gehen lassen, bis ich meinen blutroten Rubin zurück habe“, war er wie besessen und offensichtlich war dieser Stein ihm ungeheuer wichtig.

  ?Damit sie weiterhin deinem Zorn und Wut ausgesetzt ist?“, schnaubte Jesaja abf?llig. ?Garantiert nicht. Sie hat einen kleinen Fehler gemacht und etwas von dir entwendet, was sie dir wieder geben kann“, widersprach sie ihm.

  Ein bedrohliches Knurren vibrierte durch die Luft, was Emmanline eine G?nsehaut bescherte. ?Es ist nicht nur etwas, aber das wirst du niemals verstehen.“

  Wie Emmanline es vermutet hatte, besa? dieser Rubin wirklich einen hohen Wert. Nicht an materielle Bedeutung, sondern einen sentimentalen. Sie erkannte es an seinen Augen und spürte es. Oh, sie würde es sowas von bereuen und sie würde ihren dummen Fehler eines Tages bereuen. ?Als ich gesagt habe, ich wüsste nicht, wie ich deinen Schatz nehmen konnte, war das keine Lüge gewesen. Ich erkannte erst den Fehler, da war ich schon auf der Flucht und das ist die Wahrheit. Es ist meine Schuld und ich werde alles versuchen, damit du deinen Rubin zurückbekommst“, versuchte Emmanline sich etwas zu behaupten und glaubte nicht daran, das es wirklich funktionierte, weil gerade zwei intensive Augenpaare auf sie gerichtet waren. Auch wenn es irrsinnig war, durfte sie sich jetzt nicht unterkriegen lassen und musste, wenn n?tig jede Kraft aufbringen, die sie zur Verfügung hatte.

  ?Was? Ist das dein ernst?“, klang die Ungl?ubigkeit aus dem Mund des Engels, aber in beiden Gesichtern spiegelte sich überraschung und Missgunst wider.

  ?Ja, ist es. Aber nur, wenn du mich danach gehen l?sst, sobald du deinen Rubin wieder hast“, blickte Emmanline den Drachen herausfordernd an. ?Ansonsten gehe ich mit den Engel“, stand ihre Entscheidung fest. Oh, und wie sie mit dem Feuer spielte, denn daran würde sie sich furchtbar verbrennen oder gleich ganz in Asche verwandelt werden. Aber was hatte sie am Ende zu verlieren? Egal für wen sie sich entscheiden würde, es sah bei beiden gleich aus. Also warum nicht alles auf eine Karte setzen und das Schnellste durchziehen und dann über alle Berge verschwinden. Klang vielleicht einfach, wobei es wom?glich in der Umsetzung hapern würde.

  Knirschend biss sich der Drache auf seine Z?hne und ballte seine H?nde schmerzhaft zusammen, w?hrend Emmanline die ganze Zeit versuchte, seine Nacktheit zu ignorieren. Es war für ihn solch eine Selbstverst?ndlichkeit, wobei es bei ihr es nur die Schamesr?te ins Gesicht zauberte. Wie sollte sie da ernst und konzentriert bleiben? Seine Wut konnte sie durchaus verstehen, weil er praktisch gesehen von ihr erpresst wurde, aber ihre Sicherheit ging über alles. Er schien es sogar abzuw?gen, weil sie sah, wie er überlegte und kurz in die Ferne blickte.

  Nach etwas nachdenken, schien der Drache sich entschieden zu haben und nickte. ?Einverstanden. Nachdem du mir meinen Rubin zurückgebracht hast, werde ich dich gehen lassen. Das schw?re ich beim Mythos“, gab er den bindenden Schwur. Innerlich seufzte sie erleichtert auf und war froh darüber, weil sie eine M?glichkeit besa?, wieder in ihre Freiheit zurückkehren zu k?nnen.

  Der Engel gab ein tadelndes Ger?usch von sich. ?Elfe, du machst einen unglaublichen Fehler. Dies wirst du eines Tages bereuen“, welche Worte Emmanline nicht leugnen konnte. ?Nun gut, du hast deine Wahl getroffen. Doch bin ich dir etwas schuldig und weil ich dir zu Dank verpflichtet bin, soll mein Schuldenausgleich darin bestehen, solltest du eines Tages Hilfe brauchen...“, kam Jesaja auf sie zu und hauchte ihr einen Kuss auf ihre Stirn. Es kribbelte leicht und Emmanline berührte die Stelle mit ihren Fingerspitzen. ?...z?gere nicht, mich zu rufen. Sage nur einmal meinen Namen laut und ich werde dir zur Hilfe kommen, egal was es sein wird“, trat sie wieder von ihr zurück, w?hrend ihre himmelblauen Augen eine Weile auf ihr ruhten. Danach wandte sie sich dem Drachen wieder zu. ?Ich warne dich, Lucien, solltest du ihr Schaden zufügen, werde ich noch ungemütlicher werden“, drohte sie ihm.

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  Emmanline verstand nicht diesen enormen Einsatz ihr gegenüber und dieser Beschützerinstinkt. Sie kannten sich nur flüchtig.

  ?Du hast es geh?rt, Jesaja“, grinste der Drache siegessicher. ?Au?erdem werde ich ihr kaum gro?en Schaden zufügen, weil ich sie dafür brauche, damit sie mir meinen Rubin wieder beschafft“, konnte Emmanline den Funken einer Lüge heraush?ren. Ihm konnte sie nicht vertrauen. Nein, überhaupt nicht, weil er wie jeder andere war. Die einzige Hoffnung, die ihr blieb, war dieser bindende Schwur und er musste sich daran halten. Dafür würde Emmanline ebenfalls ihre Pflicht tun und ihm wieder seinen Schatz zurückbringen.

  ?Denke an meinen Schwur, kleine Elfe. Wir sehen uns eines Tages wieder und du Lucien, mache dich auf meine Rache gefasst“, lachte sie b?sartig und verschwand blitzartig durch die G?nge der H?hle, wo sie nur noch ein Flügelschlagen in der Ferne h?rte. Nun war sie weg und der Engel hatte ihre Freiheit, indem sie in ihr Reich zurückkehren konnte. Emmanline starrte noch eine Weile zum Ausgang, wo sie verschwunden war, weil sie sich nicht zu dem nackten Drachen schauen wollte.

  ?Du bist wirklich dumm“, lachte er h?hnisch hinter ihr auf. ?Du h?ttest auf sie h?ren sollen“, klang seine Stimme noch amüsierter, was ihr durch und durch ging. Erst da drehte Emmanline sich wieder zu ihm um und blickte in seine goldenen Drachenaugen. Sie hatte eine Feststellung gemacht, wenn seine Augen im Normalzustand waren, nahmen sie die Farbe seines Feuers an. Sie waren feuerrot. Aber sobald sein Drache zum Vorschein kam, wurden sie golden glühend.

  ?Was spielt das für eine Rolle? Du musst mich gehen lassen, wenn ich dir deinen Rubin wieder gebe“, biss Emmanline sich leicht auf ihre Unterlippe und versuchte, standhaft zu bleiben, weil seine Ausstrahlung sie fesselte.

  Sein Grinsen wurde stets breiter und dann dieser intensive Blick, welcher loderte. Dies bedeutete nichts Gutes, das verstand sie jetzt und brachte ihr Herz zum Donnern. ?Bist du dir da wirklich sicher?“, erkundigt er sich warnend.

  Emmanline Augen weiteten sich bei seiner Frage vor Misstrauen. ?W...was meinst du damit?“, zitterte ihre Stimme leicht unsicher und sie konnte seinen Gedankengang nicht recht folgen. Sie war verwirrt. Was meinte er nur? Ihr war es auch nicht entgangen, dass er sie überlegen betrachtete.

  ?Oh, das wirst du noch früh genug erfahren, das verspreche ich dir. Ich freue mich schon über unsere übereinkunft“, raunte er leise lachend.

  übereinkunft? ?Ich verstehe nicht recht. Lass uns einfach zu dem See gehen und ich hole dir deinen Rubin wieder. Danach verschwinde ich und wir k?nnen getrennte Wege gehen. Das ist es doch, was du willst“, versuchte sie voller Zuversicht zu klingen, aber irgendwie h?rte es sich in ihren eigenen Ohren nicht überzeugend an, w?hrend sie ihre Worte vernahm.

  Gerade wollte Emmanline sich umdrehen und die H?hle verlassen, damit sie ihre Aufgabe erfüllen konnte, aber er packte ihr Handgelenk und hielt sie auf. Voller Entsetzen sah sie zu seiner hohen Gestalt auf und zum ersten Mal sah sie ihn richtig an. Ja, er besa? einen massiven K?rperbau und seine Muskeln sprudelten über. Er war ein K?mpfer durch und durch. Seine Gesichtszüge mit seinem leichten Bartwuchs war markant und scharf, w?hrend seine Augen das Feuer seines Drachen widerspiegelten. Er sa? direkt unter der Oberfl?che. Schwarzes Haar reichte ihm bis zu seinen Schultern und lie? ihn wild und ungezügelt aussehen. Ihr Brustkorb hob sich in schnelle Atemzüge und sie befürchtete keine Luft mehr zu bekommen, je n?her er ihr kam. Ebenso sein Griff brannte seine Hitze auf ihre Haut und sie keuchte entsetzt auf, woraus sie sich zu befreien versuchte. Es war zu bei?end. Dabei bemerkte Emmanline nicht einmal, wie weit der Drache sie zurückgedr?ngt hatte, als ihr Rücken gegen die kalte Felswand gepresst wurde. Entsetzt und wie abgelenkt sie von seinen intensiven Augen war, hielt er sie durch seinen st?mmigen K?rper gefangen. Sie konnte nirgendwohin und besa? kaum Platz sich zu bewegen. Ihr fehlte immer mehr der Sauerstoff, den sie zum Atmen brauchte.

  ?Was...soll das?“, wimmerte Emmanline leise und sie stemmte sich gegen seine Brust, aber auch diese Berührung sendete Schockwellen der reinen Glut in ihren K?rper. Wieso fühlte sie so? ?Bitte lass mich gehen.“

  ?Nein“, unterbrach er sie brüsk und musterte sie, als müsste er noch entscheiden, wo er als Erstes zubei?en wollte. Ihr K?rper zitterte vor Erschütterung. Seine rechte Hand erhob sich und kam ihrem Gesicht n?her. Automatisch kniffen sie ihre Augen zusammen und warteten auf den Schmerz, der durch eine Ohrfeige folgen sollte. Aber... nichts derart passierte. Sanft legte sich seine Handfl?che an ihre Wange und streichelte sie. Schockiert über diese Empfindung, ?ffneten sich ihre Augen wieder mit einem Ruck und starrte in hungrige Drachenaugen. Sein Blick war auf ihre Lippen gerichtet, w?hrend er mit seinem Daumen über ihre Unterlippe fuhr. Er knurrte leise zustimmend und presste sich nun mit seinem ganzen K?rper an sie. Seine k?rperliche Hitze war pures Feuer und übertrug sich mit einem Schlag. Sie erstarrte unvermittelt, weil er ihr so ??viele Empfindungen hervorlockte, die sie noch nie zuvor konntete. Mit seinem Gesicht kam er ihr n?her, als wollte er sie... küssen?

  Emmanlines Herz legte sich zu einem rasanten Tempo an, wurde hart gegen ihren Brustkorb geschlagen. Sein Mund lag nur noch wenige Millimeter von ihrem entfernt. Ihr Zittern verst?rkte sich und ihr Atem kam nun sto?weise. Das darf nicht sein und so wollte sie es nicht. übelkeit stieg in ihr auf und drehte sich leicht ihr Magen um. Ein Kuss dieses Mannes wollte sie nicht und dennoch konnte sie sich von ihm nicht losrei?en. Er trieb sie wie ein Reh in die Enge, w?hrend sie in seinen glühenden Blick blickte und gefangen war. Dieser Drache war schlimmer als alle anderen und seine Schamlosigkeit, w?hrend er sich nackt an ihr rieb. Sein Becken drückte sich gegen ihren und Emmanline keuchte entsetzt auf. Er kannte absolut kein Skrupel, als er sie sinnlich anl?chelt, und er schien über seine Künste Bescheid zu wissen. Je weiter so viele Empfindungen auf sie einprasselten, umso schw?cher machte es sie. Halb senkten sich ihre Augenlider und blickte ihn mit einem verschleierten silbernen Blick an. Dieser Mann raubte ihr die Sinne und sie musste sich eingestehen, je l?nger sie in seinen feurigen goldenen Augen schaute, umso sch?ner wurden sie.

  Langsam entspannte sich Emmanlines K?rper von ganz alleine, als sie ihre eigene Kontrolle darüber verloren hatte und auf ihn reagierte. Sie wurde weicher und anschmiegsamer. Ein hei?es Prickeln wanderte in ihrem Unterleib, den sie zuvor noch nie gekannte hatte. Generell hatte sie solche Gefühlsregung noch nie empfunden. Unbemerkt passte sie sich seinen Bewegungen an und ahnte nicht, was dieser Drache mit ihr vor hatte.

  Da wusste Emmanline, dass sie jetzt den Krieg verloren hatte.

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